Was bedeutet Achtsamkeit in dieser Arbeit?

„Achtsamkeit ist wie ein Fahrstuhl zum Unbewussten“

Halko Weiss, Senior Trainer und Mitbegründer des HAKOMI Institute USA und Europa

Achtsamkeit ist eine uralte buddhistische Praxis, im gegenwärtigen Moment präsent zu sein, ohne ihn zu werten. Diese Praxis hat ihren Weg in den letzten Jahrzehnten zunehmend in den Westen gefunden und wurde dort weiterentwickelt bzw. angepasst. Ein Beispiel von Methoden, die diese Praxis stark nutzen, ist die mittlerweile sehr etablierte Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR) nach Jonn Kabat-Zinn. Aber auch die Hakomi®-Methode nach Ron Kurtz und hat ihre Wurzeln in der Achtsamkeitspraxis. Mittlerweile gilt es auch als gesichert, dass eine regelmäßige Achtsamkeitspraxis zu positiven Änderungen im Gehirn führt.

In dieser Arbeit bedeutet das, dass Sie immer wieder dazu eingeladen werden, mehr und genauer wahrzunehmen und zu beobachten, was in Ihnen und in Ihrem Körper zu einem bestimmen Thema und im gegenwärtigen Moment passiert, ohne dies zu bewerten oder zunächst genau verstehen zu müssen. Auf diesem Wege kommen Sie an tiefere Schichten Ihres (Unter-)Bewusstseins, Ihrer Lebensanschauungen, Haltungen und GlaubensmusterSie kriegen damit mehr von sich mit – was dann für den Prozess genutzt werden kann. Die Achtsamkeit hilft uns also, uns an unsere tiefe innere Wissensquelle anzubinden und Aspekte unserer inneren, oft unbewussten Haltung zu einem Thema besser zu verstehen. Dies ist ein Grundgedanke aus der Hakomi®-Methode und auch aus der Moving Cycle-Methode, die beide Ansätze in der buddhistischen Psychologie haben.

Bild:  Leo Wieling on Unsplash